Workingtest
Warum überhaupt Jagdhundearbeit mit Dummies?
Die Arbeit mit Dummies entstand aus dem Bedürfnis heraus, auch außerhalb der zeitlich begrenzten Jagdzeit eine Möglichkeit zu haben, den Leistungstand der Hunde zu überprüfen, zu erhalten und zu verbessern ohne dass dabei Wild geschossen wird. Ethische Beweggründe spielten damals sicherlich auch eine entscheidende Rolle. Gründe, die heute umso mehr ins Gewicht fallen, da die Auseinandersetzung mit der kritischen Öffentlichkeit immer aktueller wird – eben einer Öffentlichkeit, die grundsätzlich danach fragt, ob Jagen heute überhaupt noch zeitgemäß ist. Waidgerechtigkeit beginnt nicht erst beim Schuss, denn es genügt nicht, sie als Tugend der praktischen Jagdausübung im Sinne von Fairness gegenüber Wild und Umwelt zu verstehen. Waidgerechtigkeit beginnt schon bei der Ausbildung der Jagdgebrauchshunde. Waidgerechtes Jagen ist nur mit gut ausgebildeten Hunden möglich.
Mit Hilfe von Dummies kann man schon ganz junge Hunde an die jagdliche Praxis heranführen, aber auch den hohen Leistungsstand von bereits fertig ausgebildeten Hunden außerhalb der Jagdzeit erhalten. Der Bedarf an Übungswild wird somit drastisch reduziert. Ethische Gründe sprechen deshalb für den Einsatz von Dummies, dennoch kann man auf Wild bei der Ausbildung des Jagdgebrauchshundes nicht gänzlich verzichten
Damit sich jeder die Ziele eines Working Tests und die Anforderungen die an Hund und Hundeführer gestellt werden vorstellen kann, nun ein kleiner Ausflug in die reale Jagd.

