Die jagdlichen Prüfungen

Bei der danach angesiedelten Bringleistungsprüfung (BLP/R) handelt es sich bereits um eine Zucht-, und Leistungsprüfung. Hier sollte die Ausbildung der Hunde abgeschlossen. Bei dieser Prüfung erwarten die Richter durchgearbeitete Hunden und möchten entsprechend perfekte Hundearbeit sehen. Diese Prüfung wird nur mit kaltem Wild durchgeführt.

Besondere Anforderungen an den Ausbildungsstand der Hunde, werden bei der Dr. Heraeus-Gedächnisprüfung (HP/R) gestellt. Bei dieser Eliteprüfung sollen nur besonders leistungsstarke Hunde herausgestellt werden. Diese Prüfung kann mit kaltem Wild, neuerdings aber auch im Rahmen einer Jagd an frisch geschossenen Nutzwild durchgeführt werden. Diese erst kürzlich durchgeführte Veränderung der Prüfungsordnung erklärt sicher, das die HP/R bis jetzt noch niemals im Rahmen einer Jagd durchgeführt wurde. Ich würde mich freuen, wenn im Jahr 2001 die erste am warmen Wild durchgeführte HP/R ausschrieben werden könnte. Eine solche Prüfung wäre bestimmt eine interessante Bereicherung der Retriever Jagdprüfungen.

Bei der Meisterprüfung der Retriever, der Retrievergebrauchsprüfung (RGP) wird neben der gründlichen Ausbildung, auch ein Augenmerk auf die Erfahrung der Hunde im praktischen Jagdgebrauch gelegt. Diese Prüfung sollte den Abschluss einer jeden Ausbildung darstellen. Die Hunde werden dabei am kalten, aber auch am lebenden Wild geprüft. Mit dieser Prüfung werden alle Facetten der Arbeiten abgefragt, so wie sie eben beim realen Jagdbetrieb vorkommen können. Bei dieser Prüfung soll sichergestellt werden, dass man mit diesem Hund auch waidgerecht jagen kann. Der hohe züchterische Wert dieser Prüfung wird durch den Eintrag in das Deutsche Jagdgebrauchshundestammbuch (DGStB) dokumentiert.