Workingtest
Working-Test-Ziele = Spiegel der Jagdethik und Jagdkultur
Die Jagd ist keine Erfindung des Menschen, sondern ein Phänomen des Lebens. Der Mensch jagt von jeher um zu überleben. Jagd bedeutet nicht nur Tiere töten - eine professionelle Jagdausübung fordert vom Jäger auch Respekt vor der lebenden Kreatur und dient der Erhaltung eines artenreichen, gesunden Wildbestandes und einer gesunden Umwelt. Ein waidgerechter Jäger beachtet die jagdlichen Traditionen, die über Jahrtausende aus der sittlich und moralischen Verantwortung gegenüber dem Wild und der Umwelt gewachsen sind. Die sich stets fortentwickelnde jagdliche Moral ist somit Triebfeder der Weiterentwicklung und Verfeinerung der Jagdtechniken.
Kein Mensch hat das Recht, einem anderen Lebewesen sinnlos Leid und Schmerzen zuzufügen. Aus diesem ethisch-moralischen Grundsatz heraus ist der Einsatz von Jagdhunden bei der Jagd unabdinglich. Bereits vor Jahrhunderten führte dieser Anspruch der Jäger zum Wunsch, Jagdhunde zu besitzen, die auch spezielle jagdliche Erfordernisse in einem hohen Masse erfüllen können. Dieser Wunsch, die unterschiedlichsten jagdlichen Ansprüche abzudecken, führte zu einer gezielten Hundezucht. Man begann Hunde, deren Verhalten für den jagdlichen Einsatz verwendbar war, miteinander zu verpaaren.
Durch gezieltes Selektieren auf bestimmte Eigenschaften entstanden Hunderassen, die sich in ihren Funktionen stark unterschieden und bewusst für die unterschiedlichsten jagdlichen Aufgabengebiete gezüchtet wurden. Aus den ehemals domestizierten Hunden (Wölfen/Schakale), die einst dem Menschen beim Auffinden von Wild halfen und auch zur Verteidigung der menschlichen Siedlungen und gegenüber wehrhaftem Wild dienten, entstanden Hunderassen als Spezialisten. Grob gesagt kann man die entstanden Jagdhunderassen unterteilen in solche, die vor dem Schuss arbeiten um das Wild aufzustöbern (Stöberhunde, Vorstehhunde, Laufhunde) und solche, die nach dem Schuss eingesetzt werden um das Wild zu bergen (Apportierhunde, Schweißhunde).



