Die jagdlichen Prüfungen

Ein kurzer Abriss der einzelnen jagdlichen Prüfungen des Deutschen Retriever Clubs. Es gibt die unterschiedlichsten Möglichkeiten, den Leistungsstand seines Hundes abfragen zu lassen. Von der Jugendprüfung, die sich stark an den Anlagen der Hunde orientierten bis hin zum Field Trial, einer Prüfung die anlässlich einer realen Jagd abgehalten wird, ist alles möglich.

Die einfachste Jagdprüfung ist die Jugendprüfung (JP/R). Diese Prüfung ist als Einstieg für noch ganzjunge unfertige Hund gedacht. Hierbei werden hauptsächlich die Anlagen der Hunde beurteilt. Hunde bis zu einem Alter von 24 Monaten dürfen daran teilnehmen. Leider steht diese Zuchtprüfung nicht allen Hundeführer offen. Sie ist, wie alle Jagdprüfungen, Jagdscheininhabern vorbehalten, nur in Einzelfällen können Hunde unter züchterischen Gesichtspunkten auch ohne Jagdschein auf einer solchen Prüfung geführt werden.

Liest man nur die Prüfungsordnung, so bekommt man schnell einen falschen Eindruck über die Anforderungen dieser Prüfung. Nur auf die Anlagen kommt es auch tatsächlich nicht an, denn um die Prüfung überhaupt durchführen zukönnen, müssen die Hunde durch gezielte Vorbereitung bereits auf die entsprechenden Fächer eingearbeitet sein. Somit ist es unumgänglich, dass bei Ablegen der Prüfung bereits eine gewissen Dressurleistung vorliegen muss. Um der eben angesprochene Divergenz entgegenzuwirken, dürfen nur gut fortgebildete Richter mit entsprechender Erfahrung Prüfungsleiter bei einer JP/R sein. Sie müssen in der Lage sein bei der Beurteilung der Hunde das Alter zu berücksichtigen. Es kommt nicht darauf an das der Hund bei der Arbeit Erfolg hat, sondern es wird der Augenmerk darauf gelegt wie der Hund z.B. das Gelände annimmt, wie er seine Nase einsetzt und den Wind ausnutzt, was für einen Arbeitsfreude und Finderwillen er zeigt, wie wasserfreudig er ist, ob er schussfest ist und die nötige Standruhe besitzt. Bei allen Arbeiten, darf der junge Retriever von seinem Führer unterstützt werden. Es werden bei dieser Prüfung keine perfekt ausgebildeten Jagdhund erwartet, darum braucht der Hund bei dieser Prüfung in allen Fächern das Wild nicht zu bringen und bei der Wasserarbeit muss er die Ente nur anlanden.